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 1921 beschloß das Reichsverkehrsministerium, die Strecke zwischen Tegel und Hennigsdorf zweigleisig auszubauen und hochzulegen. In mehreren Etappen wurde die Strecke hochgelegt und zweigleisig ausgebaut. Am 02. September 1924 wurde die zweigleisige Strecke bis zum südlichen Ende des alten Bahnhofs Schulzendorf in Betrieb genommen. In Höhe der Brücke über den heutigen Diakonieweg war die Rampe für den Übergang auf die alte Trasse angelegt. Am 03. November 1925 ging der Abschnitt zwischen der ehemaligen Rampe in Höhe der Brücke über den Diakonieweg bis unmittelbar an die Havelbrücke zweigleisig und hochgelegt in Betrieb. Damit war der alte Bahnhof Schulzendorf überflüssig geworden (er diente als die Strecke noch eingleisig war als Kreuzungsbahnhof) und wurde durch den neuen Haltepunkt an der zweigleisigen Strecke ersetzt. Der Haltepunkt Schulzendorf wurde wegen der hohen Zugdichte (Anfang 1925 bis zu acht Züge je Stunde) zu einer Blockstelle ausgebaut. Als ab März 1927 der elektrische Betrieb auf der Kremmener Bahn eingeführt wurde, fuhren zu Spitzenzeiten die S-Bahnzüge zwischen Tegel und Hennigsdorf in zehn Minuten Abstand. Hinzu kam ja immer noch der Fern- und Güterverkehr. Der Blockwärter Szf war gleichzeitig Aufsicht für die Abfertigung der S-Bahnzüge. Nachdem am 13.08.1961 die Kremmener Bahn wegen den Maßnahmen zur Abriegelung der DDR von Berlin-West in zwei Teilstrecken getrennt wurde und somit den durchgehenden Fern- und Güterverkehr verlor, benötigte man die Blockstelle Szf nicht mehr. Für den zwanzig Minuten Takt nach Heiligensee genügte ein sogenannter Stichbahnblock, der im Stellwerk Tgl eingerichtet wurde. Solange ein Zug den Abschnitt zwischen Tegel und Heiligensee belegte, waren alle Ausfahrsignale in Tegel in das Streckengleis nach Heiligensee gesperrt. Wegen diesem technischen Zustand musste bei einer eventuellen Bedienung des Güterbahnhofs Heiligensee immer ein Umlauf der S-Bahn ausfallen. Bei den wenigen Fahrgästen, die nach dem Mauerbau noch mit der S-Bahn nach Schulzendorf und Heiligensee fuhren, war ein Ausfall leicht zu verkraften. Die Aufsicht, die bis zur Betriebseinstellung am 09. Januar 1984 in Schulzendorf noch Dienst tat, war in einem Anbau rechts neben dem Ausgang untergebracht. Am 14. Oktober 1995 erkundete der Autor wieder einmal den Zustand der Strecke. Auf dem Bahnhof Schulzendorf standen die Fenster des ehemaligen Dienstraums, die vorher vermauert waren, auf einmal offen. Somit gelangen dem Autor die wohl letzten Aufnahmen des Block- und Hebelwerks der ehemaligen Blockstelle Szf. Die Fotos der Außenanlagen entstanden am 06. April 1990. Â
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 04. Mai 2012 um 09:55 Uhr |






